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Futures

Futures sind ein Derivatprodukt. Ein Future ist ein Finanz-Kontrakt zwischen zwei Parteien, bei der die eine Partei verpflichtet ist eine bestimmte Ressource zu einem vordefinierten Zeitpunkt zu liefern und die andere einen vordefinierten Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu zahlen. Ein Gut oder eine finanzielle Ressource, die Teil solch eines Kontrakts sind, werden auch Underlying Asset genannt.

Future-Kontrakte zielen nicht immer darauf ab ein Asset zu kaufen oder zu verkaufen. In den meisten Fällen, nehmen Marktteilnehmer durchgehende Käufe und Verkäufe vor, um von Preisunterschieden zu profitieren. In diesem Fall, werden Kontrakte vom Transaktionsobjekt losgelöst und werden selbst zu Finanzprodukten.

Der Name des zugrunde liegenden Assets (Underlying Asset) wird im Namen des Futures angegeben in den Symbol-Eigenschaften:

Underlying Asset und Lieferdatum

Hier könne Sie den Gazprom Equity Future Kontrakt sehen, mit dem Lieferdatum März 2015.

Die Lieferdaten werden aus dem zugrunde liegenden Daten des Aktienmarktes genommen. Bspw. werden Kontrakte mit Lieferdaten im zweiten, dritten und vierten Quartal des Jahres im ersten Quartal angeboten, wohingegen Kontrakte mit Lieferdaten im dritten und vierten Quartal des aktuellen Jahres und im ersten Quartal des nächsten Jahres, im zweiten Quartal des aktuellen Jahres angeboten werden.

Die Börse stellt Daten für den Abrechnungspreis des Kontrakts mit verschiedenen Lieferdaten, Volumen und Anzahl offener Positionen auf tägl. Berechnung bereit. Um diese Daten zu untersuchen, wählen Sie das entsprechende Symbol in der Marktübersicht und klicken auf den Details-Reiter.

Detaillierte Kontraktdaten

Kontrakt-Abrechnung

Im Gegensatz zum Spot-Market, bei dem Instrumente sofort geliefert und gezahlt werden, werden im Future Abrechnungen nur am Lieferdatum des Instrumentes vorgenommen. Wenn der Kontrakt-Preis bis dahin steigt, kann ein Käufer den Kontrakt vorher verkaufen um davon zu profitieren.

Um zu verhindern, dass ein Kontrakt zu einem Totalverlust führt, bestimmt die Börse die Menge an Geldern, die auf dem Konto des Traders zur Verfügung stehen muss. Die Gelder werden als Performance Bond oder Margin (Sicherheitsleistung) bezeichnet. Es gibt zwei Typen von Margin:

  • Initiale Margin — die Sicherheitsleistung, die benötigt wird um eine Position zu eröffnen.
  • Halte-Margin — die Sicherheitsleistung, die benötigt wird eine Position zu halten.

Für mehr Informationen zur Margin-Berechnung, lesen Sie bitte die entsprechende Beschreibung.

Im Rahmen der Ergebnisse jedes Trading-Tages, bestimmt die Börse den Clearing-Preis während der Clearing-Session. Dieser Preis wird dann zur Schließung aller offenen Positionen genutzt. Sollte es einen Unterschied zwischen Clearing-Preis und dem Schlusspreis des letzten Handelstages geben, wird der Gewinn/Verlust der erzielt wurde vom Kontostand des Traders abgezogen oder hinzugefügt. Sogenannte Variationsmargin. Die Variationsmargin wird in der Kontohistorie angezeigt. Das Kommentar "Variation Margin Close" wird angezeigt in der Kommentarspalte.

Variationsmargin

Nach der Berechnung der Variationsmargin, werden Positionen wieder-eröffnet. Da nun der Eröffnungspreis mit dem Clearing Preis der vorherigen Session übereinstimmt. Diese Positionen haben den Kommentar: "Variation Margin Open".